Vorteile eines Serverbasierten Netzwerks – Übersicht (auf Basis eines Microsoft Small Business Server 2003):
- Zentrale Datenverwaltung: Die durch die Anwender erstellten Daten lagern zentral auf den Serverfestplatten. Durch Festplattenspiegelung, serverseitiges Backup und eine zentral verwaltete Steuerung der Zugriffsberechtigungen erhöhen sich Datensicherheit und Datenverfügbarkeit erheblich.
- Dateien, Drucker und Applikationen können gemeinsam verwendet werden.
- Die im Serverbetriebssystem eingebaute Firewall schützt das gesamte Netzwerk.
- Die Exchangekomponente des SBS 2003 stellt neben einem zentral verwalteten Email- und Nachrichtensystem ein gemeinsam nutzbares Kalendersystem zur Verfügung. Die individuellen Termine, Aufgaben und Kontakte können je nach Wunsch für alle oder einige Benutzer sichtbar und ggf. editierbar sein.
- Automatisierte Patch- und Updateverwaltung im Netzwerk.
- Tägliche Statusberichte des Servers können automatisch an den Administrator gesendet werden, so dass dieser drohenden Engpässen oder Fehlern rechtzeitig entgegen wirken kann.
- Die netzwerkweite Fernwartung ermöglicht es dem Administrator, Server und angeschlossene Client PCs zu warten, Software zu installieren und bei Bedarf dem Anwender direkt zu assistieren.
Einen Teil der oben genannten Funktionalitäten lassen sich selbstverständlich auch innerhalb eines Netzwerkes auf Arbeitsgruppeneben realisieren.So lassen sich z.B. die Verzeichnisse "\Eigene Dateien\" der jeweiligen Anwender auf einen als Server genutzten PC umlenken. Dort kann dann eine zentrale Datensicherung durchgeführt werden.
Die Nachteile einer solchen Lösung sind:
- Die Daten aller Nutzer lagern meist auf einem normalen PC, der weder bezüglich seiner hardwareseitigen Bauart noch bezüglich seines Betriebsystems und der daraufinstallierten Software auf einen fehlerarmen Dauereinsatz hin optimiert wurde. Fällt der PC aus, kann kein Nutzer auf seine Daten zugreifen.
- Häufig wird ein solcher Quasi-Server parallel für die normale Büroarbeit weitergenutzt. Hier steigt das Risiko des Datenverlustes noch einmal stark an, da durch Fehlbedienung, fehlerhafte Software, starke Auslastung usw. nun nicht mehr nur der Mitarbeiter am Quasi-Server von eventuellen Ausfällen betroffen ist, sondern alle an diesem Rechner anschlossenen Arbeitsplätze.
- Die Umlenkung eines Verzeichnisses wie das der Eigenen Dateien auf die Serverplatte kann nicht zentral am Server erfolgen, sondern muss auf jedem Client PC separat eingerichtet werden. Generell gilt: Ohne Server müssen Verwaltungsarbeiten jeweils an allen Client PCs sukzessive durchgeführt werden. Mit Server lassen sich viele Verwaltungsarbeiten vom Server aus zentral verteilen. Letzteres kann bereits bei wenigen angeschlossenen Clients erhebliche zeitvorteile mit sich bringen.
- Andere Funktionen wie z.B. die gemeinsame Nutzung eines Kalenders (Groupware) sind entweder gar nicht oder nur durch Anschaffung zusätzlicher Software in Teilen "nachbaubar". Dabei kosten derartige Lösungen nicht selten einige hundert Euro und bieten meist nur eine Untermenge der im MS-Small Business Server integrierten Möglichkeiten an.